Warrnambool an der Great Ocean Road

Die erste größere Ortschaft am westlichen Ende der Great Ocean Road, war Warrnambool. Schon beim passieren des Ortsschildes spürten wir “ der Ort hat was”. Unser Gefühl sagte, hier müsst ihr bleiben. Klingt merkwürdig, wir hatten von dem Ort noch überhaupt nichts gesehen und fühlten uns schon wohl.

Grund genug uns gleich mal für 3 Nächte in einem Motel einzuquartieren. Anschließend ging’s gleich los, die Stadt zu Fuß zu erkunden.

In einem Park gegenüber vom Strand fand gerade ein Oldtimertreffen statt. Bei der Besichtigung stand uns die Freude und Bewunderung mit Sicherheit ins Gesicht geschrieben.

Es gibt kleine Seen, auf denen man mit Booten fahren oder sich auf einer Liegewiese entspannen kann. Die Spielplätze sind traumhaft. Freizeit auf eine sehr angenehme Art zu genießen wird in Australien wirklich groß geschrieben!

Um an den Strand zu liegen oder gar schwimmen zu gehen war es uns zu windig und zu kalt, dafür konnten wir Windsurfern zuschauen, die unermüdlich ihre Bahnen zogen.

Am Tag darauf war das Wetter leider immer noch nicht strandtauglich, sodass wir uns fürs Shoppen entschieden. Mit leeren Rucksäcken ins Zentrum und mit vollen wieder zurück. So langsam machten wir uns ein wenig Sorgen, wie wir das alles bei der Heimreise verstauen können.

Das mit dem schlechten Wetter ging uns langsam auf die Nerven, denn auch der nächste Tag sah nicht vielversprechend aus. Anstatt an den Strand zu gehen, kauften wir uns Fleisch und grillten an einem der zahlreichen öffentlichen Grills im Park.

Der Aufenthalt hier hat großen Spaß gemacht, trotzdem wurde es für uns dringend Zeit, irgendwo die Sonne wieder zu finden. Nicht, dass es regnete – aber es war ständig bewölkt und der Wind eisig kalt. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage versprach keine Besserung, also machten wir uns wieder auf den Highway.

Nach einigen Kilometern (was bekanntlich in Australien durchaus hunderte sein können) kamen wir durch Mount Gambier mit dem gleichnamigen Vulkan. Hauptattraktion hier ist der Kratersee „Blue Lake“.

Er ist ca. 200 m tief und kein Mensch kann eine Erklärung des Naturereignisses (oder Naturgeheimnisses) anbieten. Ab November strahlt der See für ca. ein halbes Jahr in einem wunderschönen, tief leuchtenden Blau, während er in den Wintermonaten nur langweilig grau-blau erscheint.

Der Ort selbst lud uns nicht zum Bleiben ein und so ging’s weiter Richtung Sonne.

Wir kamen nach Beachport.

Ein idyllischer Ort mit einem kleinen Fischereihafen. Die langgezogenen Sandlagunen und zerklüfteten Felsklippen sind wirklich imposant. Sonne war auch da, so blieben wir hier für zwei Nächte. Falls man gerne Hummer isst, ist man hier genau richtig.

Dann wurde es Zeit, weiter zu ziehen. Die Wolken kamen und wir gingen. Mit einer Fähre setzten wir über und kamen nach Viktor Harbor.

Ein nettes Städtchen mit schönen alten Gebäuden. Wir fanden ein Motel mit Meerblick und checkten sofort ein. Die Sonne lachte wieder und uns ging’s so richtig gut.

Über eine lange Brücke, zu Fuß oder per Pferdekutschen – Straßenbahn, gelangt man auf die vorgezogene Granit Island, eine unbewohnte Insel, auf der all abendlich eine Pinguinkolonie zu beobachten ist, die hier zu Hause ist.

Da uns am nächsten Tag die Wolken schon wieder eingeholt hatten, entschlossen wir uns in den nahe gelegenen Wildlife Park Urimbirra zu gehen. Wir merkten schnell, dass dies genau die richtige Entscheidung war!

Natur pur – gefüllt mit australischen Tier Einwohnern. Das machte wieder mal richtigen Spaß!!!