Surfers Paradies an der Goldküste

Auf unserer Fahrt nach Byron Bay kamen wir natürlich auch durch das an der Goldküste bekannte Städtchen Surfers Paradies. Bekannt für seine guten Einkaufsmöglichkeiten und das wilde Nachtleben. Es gilt als die absolute Partystadt. Wir fanden den Ort selbst nicht als besonders ansehnlich. Eine Kette von Wolkenkratzern, die sich direkt am Strand entlang aufbäumen. Nichts für uns.

Also ging’s weiter nach Byron Bay, zur Metropole alternativen Lebensstils. Wolkenkratzer findet man hier keine und der Stadtkern lädt zum Bummeln ein. Hier lohnt es sich, die zum Teil sehr kreativ gestalteten Läden anzusehen. Man trifft auf Lebenskünstler, Surfer Berufshippies und Urlauber – eben eine bunte Mischung der verschiedensten Lebenseinstellungen.

An einem klaren Tag hat man vom Byron Bay Leuchtturm aus – dem östlichsten Punkt des australischen Festlands – einen grandiosen Ausblick über die langgezogenen feinsandigen Traumstrände, die bei Surfern sehr beliebt sind. Grüne Zuckerrohrfelder und das dunkelblaue Meer, in dem sich Haie, Delphine und Riesenschildkröten tummeln. Zur richtigen Jahreszeit kann man auch die vorbeiziehenden Wale beobachten.

Der ganze Ort hat ein tolles Flair und zieht viele Urlauber an, was sich leider auf die Preise auswirkt. Uns war es im Stadtkern zu teuer. Hier ein kleines Beispiel: Am Straßenrand vor einem Motel ein Schild „special price“, wir schnell die Bremse rein – 163 Dollar pro Nacht, wenn wir mind. 2 Nächte buchen – …also suchten wir uns etwas außerhalb ein Motel.

War ein Volltreffer. Von hier konnten wir tagsüber an den nahegelegenen Strand zum Sonnenbaden und Relaxen, und abends dann Byron Bay einen Besuch abstatten. Das hat uns so gut gefallen, dass wir es die nächsten 3 Tage so machten.

Coffs Harbour, Port Macquarie

In Coffs Harbour hatten wir nur einen Tag Aufenthalt. Trauben essend verbrachten wir ihn am Strand und schauten den Surfern zu.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter bis Port Macqauarie. Auch hier verbrachten wir den ersten Tag am Strand. Wird wohl schon aufgefallen sein, dass wir das sehr gerne machen. Vor allem hier in Australien, denn wo hat man sonst die Möglichkeit einen Strand fast für sich alleine zu haben. Das mussten wir einfach ausnutzen.

Am 2. Tag waren wir dafür nur in der Stadt unterwegs, machten einen schönen, langen Einkaufsbummel und tauschten mal wieder in einem Internetcafe Emails mit den Daheimgebliebenen aus.

Port Stephens, Newcastle

Von Port Stephens hatten wir nur durch Zufall gehört – wir hatten zuvor in keinem Reiseführer etwas gefunden. Aber was wir jetzt an Informationen hatten, reichte für den Entschluss, hier über Weihnachten zu wollen. Doch leider war es so kurz vor Heiligabend entweder ausgebucht, oder extrem teuer. Also erst mal weiter. Kurz vor Newcastle entdecken wir ein schönes Motel und quartierten uns dort für die nächsten Tage ein. Ideal, das Zimmer war riesig, die Leute sehr nett und Port Stephens nur 50 km entfernt( ist ja keine Entfernung hier).

Newcastle lag viel näher, sozusagen vor der Haustür, aber mit seinen rauchenden Schloten für uns wenig einladend, sodass ein Besuch sich nicht unbedingt aufdrängte. Wir bevorzugten die Ruhe in unserem Motel. Hier wurden wir Zeugen einer bei ca. 40 Grad Hitze stattfindenden Familienweihnachtsfeier – (der Nikolaus hat vielleicht geschwitzt ;-). Und machten unsere Tagesausflüge nach Port Stephens.

Der Küstenort in der Nelson Bay hat neben schönen, weißen Sandstränden auch unglaubliche Sanddünen zu bieten. Mit etwas Glück kann man Delphine, Wale und Koalas in freier Wildbahn beobachten.

Beim entlang schlendern am Strand – natürlich weihnachtlich dekoriert – bekamen wir tatsächlich von einer Nikolausine ein paar Süßigkeiten geschenkt.

Am 2. Weihnachtsfeiertag (heute wollen wir noch nach Sydney aufbrechen), ließen wir uns mit einem kleinen Boot durch die Bucht fahren, in der ca. 150 Delphine leben. Und es dauerte auch gar nicht lange, bis die ersten sich zeigten. Es ist einfach faszinierend, wie diese Tiere durchs Wasser gleiten. Natürlich versuchten wir viele Bilder zu machen, was sich aber leider als ziemlich schwierig erwies. Bis der Finger endlich den Auslöser durchdrückte, war der Delphin längst wieder in den Wellen entschwunden.