State Road 100 bekannt als Great Ocean Road

Von Melbourne ging’s weiter nach Torquay, das Tor zur State Road 100, oder besser bekannt als „Great Ocean Road. Ca. 320km lang folgt sie den Steilklippen an der Südküste Australiens im Bundesstaat Victoria.

Torquay gilt als die Surf-Hauptstadt von Australien. Jährlich findet hier am Bells Beach der “Rip Curl Pro” statt, an dem Surfer aus der ganzen Welt teilnehmen. Die führenden Hersteller für Surf Equipment sind hier mit Läden vertreten und lassen die Herzen der Surffreaks – sowie natürlich unsere – höher schlagen.

Es war Wochenende und es schien alles ausgebucht zu sein. So erwies es sich tatsächlich – das 1. Mal – als schwierig, eine Unterkunft zu finden. Uns blieb also nichts anderes übrig, als die kurvenreiche Fahrt weiter an der Küste entlang, später durch die kühl gemäßigten Regenwälder des Otway National Park, zu fahren. Nach einigen Stunden fanden wir tatsächlich im hügeligen Hinterland das wahrscheinlich letzte Zimmer.

Das Motel an sich lohnt wirklich nicht näher erwähnt zu werden. Es war sehr teuer, schmutzig und unfreundlich noch dazu (es waren keine Aussie-Besitzer!)
Erheiternd waren die Lamas, die all abend- und morgendlich an unserem Fenster vorbeischlenderten 🙂

In den Nächten war es bitter kalt hier oben!!!

Am nächsten Tag starteten wir dann einen ausgedehnten Ausflug an die Küste und steuerten verschiede Aussichtspunkte an.

Hier in der Region, trafen wir zum ersten Mal auf einen wirklich unangenehmen australischen Einwohner. Die FLIEGE!! Aber nicht nur eine, neeeee, Milliarden. Es entbehrt jeder Vorstellung, wenn man dies noch nicht selbst erlebt hat. Wirklich lästige Viecher. Jedes mal, wenn wir angehalten hatten, dauerte es nur wenige Sekunden und das Auto war bedeckt mit diesen Insekten. Von da an waren wir dann nur am Wedeln um sie aus unserem Gesicht fernzuhalten.

Nie war Fotografieren so schwierig wie hier, Fliegen im Ohr, auf der Nase, den Augen, wir konnten die Kamera kaum stillhalten.

Die beeindruckende Küstenlandschaft tröstete uns über die Plage hinweg. Bei den, von der rauen See grandios geformten Felsen kommt jeder ins Staunen.

Die Twelve Apostles sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen. Sie sollen, nach dem Ayers Rock, die meistfotografierte Touristenattraktion Australiens sein. Bei Sonnenauf- und -untergang leuchten die Felsen in der Brandung. Sie bilden einen der Höhepunkte an der Great Ocean Road.

Trotz ihres Namens bestand die Formation schon immer nur aus neun Felsen! Und, nachdem 2005 einer von ihnen (er war ca. 50 m hoch) – aufgrund des natürlichen Erosionsprozesses – in sich zusammenstürzte, sind es nur noch acht Säulen.