Flinders Station in Melbourne

Mit ungewissem Ziel verließen wir Sydney in Richtung Melbourne. Der Abschied fiel uns sehr schwer.

Das Wetter hatte sich extrem verschlechtert, gestern noch der heißeste Tag und jetzt Regen, Regen, Regen. Das war wahrscheinlich auch der Grund, dass wir nur mit kleinen Pausen den ganzen Tag weiterfuhren. Spät am Abend hielten wir in einem kleinen uraustralischen Ort namens Cobargo. Das Motel war gut und die dazugehörige Bar hätte australischer nicht sein können.

Am nächsten Tag war zwar kein Regen mehr, aber bewölkt und ziemlich kühl. Deshalb haben wir uns vorgenommen, heute bis Melbourne durchzufahren.

Das für uns faszinierende hier in ganz Australien waren die Rastplätze.

Dort fand man fast immer wirklich gepflegte, funktionstüchtige Grills, tolle Plätze zum Ausruhen und meist auch einen schönen Kinderspielplatz.

Bei unserer Ankunft in Melbourne war es schon ziemlich spät. Die Rezeption des Motels war nicht mehr besetzt. Zum Glück konnte man an einem Automaten einchecken. Das hat sogar problemlos funktioniert 😉 Nachdem er mit uns gesprochen hatte und wir ihm Geld gaben, spuckte er einen Schlüssel aus. Nach dem Auspacken erkundeten wir die Umgebung und machten den Bahnhof ausfindig, von dem aus wir morgen mit dem Zug ins Zentrum fahren wollen.

Von der Flinders Station aus machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden, oder besser gesagt die Fußgängerzonen. Die sind hier so groß und weitläufig, dass man wohl viele Monate, wenn nicht gar Jahre braucht, um wirklich überall gewesen zu sein. Genial für Shopping Freaks 🙂 Das Australienbild oben zeigt die Flinders Station.

Eine besondere Attraktion ist die alte Tram, die kostenlos um den ganzen Stadtkern fährt.

Als das Wetter am nächsten Tag endlich wieder besser war, nutzten wir die Möglichkeit und machten einen ausgiebigen Spaziergang am Ufer des Yarra Rivers, der sich dafür besonders anbietet.

Unser Weg führte uns zum Royal Botanic Garden, der mit seinen 12 000 Pflanzenarten zu den schönsten weltweit zählt. Dort machten wir ein kleines Picknick und genossen die Sonne, auf die wir schon ein paar Tage verzichten mussten.

Als wir abends in einem großen Supermarkt einkaufen waren, zahlten wir zum erstem Mal, nicht wie gewohnt, bei einer Kassiererin. Wir scannten unsere Artikel selbst und zahlten dann den Automaten. War schon außergewöhnlich.

Melbourne war die Zeit der Kommunikation mit Automaten 🙂