Anreise nach Cairns Australien

Im November 2016 war es soweit, unser Traum wurde wahr. Eine 9 wöchige Reise in das ferne Australien stand bevor. Mit vollgepackten Rucksäcken standen wir am Bahnhof und warteten in der Eiseskälte auf unseren Zug. Als dieser sich in Bewegung setzte, hieß es goodbye Düsseldorf für die nächsten 2 Monate.

Gebucht hatten wir über das Internet bei einem echten Spezialisten für Australien. Der Flug mit Quantas von Frankfurt über Singapur und Darwin nach Cairns verlief vollkommen stressfrei. So erreichten wir unser Traumland keine 24 Stunden später.

Für die ersten 2 Nächte hatten wir ein Hotel gebucht, um uns in aller Ruhe zu akklimatisieren und darüber bewusst zu werden, dass wir jetzt wirklich in Down Under sind. Ein tolles Gefühl. Die Wahl des Hotels war sehr gut und kann von uns ohne Bedenken empfohlen werden.

Cairns war zu dieser Zeit noch sehr ruhig. Ideal um das Feeling zu genießen und die ersten Eindrücke regelrecht aufzusaugen. Nach mehreren Stunden und Kilometern Erkundungstour, zu Fuß wohlgemerkt, machte sich dann Müdigkeit bemerkbar und es war an der Zeit, es uns im Hotel gemütlich zu machen.

Unsere Reise hatten wir bewusst nur grob vorgeplant, um vor Ort flexibler zu sein und nicht wie an der Schnur gezogen durchs Land zu hetzen. Es verleiht ein Gefühl von Freiheit, jeden Tag aufs Neue entscheiden zu können, wie und wohin es weiter geht. Die wohl schönste Art ein Land zu erleben.

Beim Frühstück beschlossen wir mit der Scenic Railway www.ksr.com.au einen Ausflug nach Kuranda zu machen. Ein kleiner Ort, ein paar Kilometer nördlich von Cairns, im tropischen Regenwald. Gemütlich tuckerte der berühmte Zug in das 328m hoch gelegene Dorf. Leider hat der Tourismus die bestimmt mal vorhandene Idylle verdrängt, der Ort besteht hauptsächlich aus Souvenirläden.

Wenn man aber schon mal da ist, dann sollte man eine Bootsfahrt auf dem Barron River machen. Man erfährt viel über den Regenwald – z. B. dass hier in den 50-er Jahren ca. 2000 Jahre alte ägyptische Münzen gefunden wurden – und dabei kann man noch Fische und Schildkröten evtl. sogar Süßwasser Krokodile sehen und füttern.

Ab heute waren wir „on the Road“

Für die nächsten 7 Wochen, hatten wir uns ein Auto gemietet – mit heizbarer Heckscheibe ;-))) zu der unser Vermieter meinte „Was man hat, das hat man“ – und so konnte es losgehen, ab in den Linksverkehr. Anfangs ziemlich ungewohnt mit etwas Bammel hatten wir uns doch schnell daran gewöhnt.

Nach einem kurzen Abstecher an den traumhaften Strand Palm Cove zum relaxen, brachen wir – mit unbestimmtem Ziel – Richtung Süden auf.

Hier mal ein kleiner Vorgeschmack über ein Foto wie schön es da wirklich war kann man in Fotos nicht festhalten. Es war auf jeden Fall ein gelungener Start für unserer Australien Reise. Wir hoffen die Australien Fotos und unser Reisebericht gefallen euch.

Hotels suchee in Townsville und Ausflug nach Magnetic Island

Unsere erste Etappe führte uns nach Townsville. Es war ziemlich spät und dunkel, wir hatten keine Zeit und Lust mehr lange nach einer guten Unterkunft Ausschau zu halten. Quartierten uns kurzer Hand im nächstbesten Motel ein. Dieses wollen wir aber lieber nicht näher erwähnen.

Nur so viel: gleich am nächsten morgen, sehr – sehr früh, machten wir uns auf die Suche nach etwas angenehmeren und fanden das gemütliche Backpacker Globetrotter

Wer sich für Aquarien und die Unterwasserwelt interessiert, sollte hier das Great Barrier Reef Wonderland besuchen, mit dem größten Aquarium-Korallenriff der Welt

Ein Ausflug zur Magnetic Island ist natürlich Pflicht. Die Fahrt mit der Fähre dauert nur eine halbe Stunde und man wird mit traumhaften Stränden belohnt. Wir entschieden uns für eine Bucht, die nur zu Fuß zu erreichen war und hatten die richtige Wahl getroffen, fast alleine konnten wir es uns so richtig gemütlich machen, relaxen, den Anblick und die Ruhe genießen.

Airlie Beach, Whitsundays

In Airlie Beach trafen wir auf mehr Tourismus, als auf unserer bisherigen Reise. Kein Wunder, es ist ein Ausgangspunkt für die berühmten Whitsundays. Die gehören unbedingt zum Pflichtprogramm – und man wird mit atemberaubenden Landschaften belohnt.

Unterwegs hatten wir uns einen Accomodation Guide besorgt, taten uns aber bei der riesigen Auswahl doch etwas schwer. Kurzer Hand folgten wir einem Shuttle Bus vom Bush Village Backpackers und unsere Wahl war eindeutig getroffen.

Für den nächsten Tag buchten wir sofort einen Ausflug zu den Whitsundays. Eine idyllische Inselgruppe, bestehend aus 74 Inseln, von denen nur 10 bewohnt sind. Eigentlich handelt es sich dabei um ein im Meer versunkenes Gebirge, von dem lediglich die Gipfel sichtbar sind. Herrliche Badestrände an glasklarem, blauem Wasser und Sand, weiß wie Schnee, erwarteten uns.

Unsere Nase hatte uns auch mit der Auswahl des Anbieters nicht im Stich gelassen. Mit der Whithaven Xpress (www.whitehavenxpress.com.au), ein kleines Boot mit toller Crew und einer überschaubaren Menge Gäste an Bord, ging’s los. Die einstündige Fahrt zur ersten Bucht war schon ein Erlebnis, super Wetter, blaues Meer, einfach geil. Und die ersten Delfine ließen auch nicht sehr lange auf sich warten.

Wer wollte, konnte Schnorcheln, oder mit einem Schlauchboot mit Glasboden die Korallen, scharenweise Fische und Ausläufer des Great Bareer Reef bewundern. Besonders beeindruckend war ein Riesenfisch, den unser Kapitän mit der Hand fütterte.

In der nächsten Bucht wurden wir an Land gebracht und konnten, durch den Wald, zu einem Aussichtspunkt gelangen, der den Blick auf den Whitehaven Beach freigab. Auf dem Weg dorthin, begegnete uns eine riesige Echse, die ganz gemütlich unseren Pfad kreuzte.

Dort angekommen trauten wir unseren Augen nicht. So was hatten wir bisher nur auf Postkarten gesehen. Der Whitehaven Beach, ein unbeschreiblicher Anblick. Wir konnten uns gar nicht satt sehen. Mit jedem Atemzug versuchten wir dieses Bild einzusaugen und mitzunehmen. Nie werden wir das vergessen.

Auf dem Weg zurück zum Boot, saß ein Affe auf einem Felsen und beobachtete uns neugierig. Als ob es nicht schon genug wäre, schwamm noch eine riesige Wasserschildkröte vorbei. Und durch das klare Wasser konnten wir die verschiedenfarbigsten Seesterne bewundern.
Weiter ging’s zur nächsten Bucht. Am Strand verwöhnte uns die Crew mit einem leckeren BBQ und die Insel mit ihrem paradiesischen Anblick. Mit der anschließenden Rückfahrt nach Airlie Beach ging ein extrem schöner Ausflug zu Ende.

 

Unterkunft in Yeppoon für eine Great Keppel Island Reise

Als wir Yeppoon – ein Ort in der Nähe Rockhamptons – erreichten, war es schon sehr spät und wir suchten nach einer geeigneten und günstigen Unterkunft. Überall war „no vacancy“ zu lesen, oder das Preis – Leistungsverhältnis stimmte nicht. Irgendwann wurden wir doch noch fündig: „Motel Kinka Palms“.

Von der Umgebung konnten wir in der Dunkelheit nicht viel erkennen, aber es sah sauber aus und der Preis stimmte auch, deshalb buchten wir für eine Nacht. Am nächsten Morgen mußten wir erstmal schauen, wo wir eigentlich sind. Sofort war klar, hier bleiben wir noch ein paar Tage. Der Kinka Beach war direkt gegenüber und die Region hat auch sonst einiges zu bieten.

Hier eine kleine Anmerkung 🙂

Man sollte nie, nie, wirklich niemals – auch nicht über Nacht – einen sich in einer Plastikflasche befindlichen Milchkaffee im Auto lassen!!!! Sie könnte explodieren. Glaubt uns – wir haben hier bittere Erfahrungen machen müssen…und keiner kann sich auch nur annähernd vorstellen, wie bzw. wie lange das stinkt – uns war echt zum Heulen, mussten wir uns doch noch einige Wochen mit diesem Auto fortbewegen. OK – sollte es doch passieren, hilft nur noch der Gang in den nächsten Supermarkt, eine riesige Sprühflasche dieser Geruchskiller gekauft und sprühen, sprühen, sprühen…

Den Cooberrie Park darf man auf keinen Fall auslassen. Mitten im Bush, von außen kaum zu erkennen, bietet er die Möglichkeit viele australische Tiere hautnah erleben zu können.

Kängurus laufen frei herum und man kann sie füttern. Kaum raschelten wir mit der Futtertüte, schon kamen sie auf uns zugehoppelt, klammerten sich am Arm fest und fraßen aus der Hand.

Wir hatten auch die Möglichkeit den Koala Bindi auf dem Arm zu halten. Er klammerte sich an uns fest und genoss es richtig, wenn wir sein kuscheliges Fell streichelten.

Eine Schlange um den Hals zu legen und vieles mehr.

Der Besuch hier hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir können es nur weiterempfehlen. Dieser Park hat sich keineswegs dem Tourismus angepasst – hier muss sich der Tourismus an die Tiere und die Umgebung anpassen.

Ein weiteres Highlight war unser Tagesausflug auf die Great Keppel Island

Nach einem kleinen Fußmarsch – zum Teil entlang einer Landebahn, kamen wir an diesen traumhaften, schneeweißen Strand, mit türkisfarbenem Wasser.

Fast alleine verbrachten wir hier die meiste Zeit. Wir fühlten uns wie im Paradies.

Da die letzte Fähre um 16.00 ablegte, mussten wir uns leider viel zu früh wieder auf den Weg zur Anlegestelle machen. Diesmal marschierten wir an der Küste entlang.

Bis zur Abfahrt war noch etwas Zeit, deshalb besorgten wir uns einen frischen Obstsalat und machten es uns im Schatten bequem.

Plötzlich flogen 2 Papageien an unseren Tisch, steckten ihre Schnäbel in unsere Schüsseln, ließen sich füttern und tranken sogar mit uns Erdbeermilch, schöner konnte der Tag nicht ausklingen.

Ausgangspunkt für die Reise nach Fracer Island

Unser heutiges Ziel war, einen guten Ausgangspunkt für die Fracer Island zu finden. Ab Maryborough folgten wir einem Tourist Drive, der uns nach Hervey Bay führte. In unserem Backpacker Guide entdeckten wir eine Unterkunft, die sehr vielversprechend klang und auch recht günstig war. Wir fuhren direkt hin und konnten sofort einchecken.

Das Billabong Beach House erwies sich als Volltreffer. Zwei Zimmer mit Küche, Bad und einer tollen Terrasse. Wir fühlten uns sofort richtig wohl. Es war so urgemütlich, dass für den nächsten Tag Faulenzen angesagt war, was wir ausgiebig mit lesen, Kaffee trinken, naschen und auf der Terrasse liegen, taten.

Mmmmhhhh, was für ein Leben.

Am Abend braute sich dann urplötzlich ein Thunderstorm zusammen und sorgte für einen 4 – stündigen Stromausfall, so verbrachten wir ihn gezwungenermaßen bei romantischem Kerzenlicht.

Jeden Abend, bei Einbruch der Dämmerung flogen riesige Schwärme von Flughunden über unsere Köpfe hinweg. Nein, das sind keine Fledermäuschen und es sind wirklich tausende! Der Himmel wird richtig schwarz.

Fracer Island

Da man die Insel nur mit allradangetriebenen Fahrzeugen befahren darf und wir leider keines hatten, entschieden wir uns für einen Tagesausflug mit einem ansässigen Veranstalter. Und genau das können wir auf keinen Fall empfehlen. Warum? Hier ein kleiner Auszug aus unserem Tagebuch:

Ein Schandfleck in dieser Geschichte.

Mit einem „schnuggeligen“ Doppeldeckerbus wurden wir und eine Menge andere Gäste eingesammelt und zur Fähre gekarrt, die uns rüber brachte.

Mit einer Horde Touristen bestiegen wir im Gänsemarsch den allradangetriebenen Geländebus. Kaum angeschnallt, ging’s auch schon los. Bei dem Tempo, das der Fahrer eingeschlagen hatte, kam einem sofort der Spielfilm Speed in Erinnerung. Darf der Bus nicht langsamer fahren??? Nach einem 45 minütigen Höllenritt über die sandigen und hügeligen Wege erreichten wir den ersten Stopp. Schnell pinkeln, kaum fertig, ging’s auch schon weiter und zwar auf dem Strand.

Plötzlich ein japanisches Wrack in Sicht. Vollbremsung, aus Angst es könnte gleich vollends absaufen, schnell anderthalb Fotos gemacht und nix wie weg, bevor der Sog uns mitreißen kann.

Weiter mit Vollgas bis zu einem Sandhaufen. Notfall????? Bus wurde evakuiert, doch – Fehlalarm, alle wieder einsteigen. Vor lauter Hektik hätten wir fast vergessen ein Foto zu machen.

Jetzt ging’s die ganze Strecke am Strand wieder zurück. Das Wrack war immer noch da. Dann große Pause, Mittagessen, hat sogar zum runterschlucken gereicht. Gott sei Dank war der Motor noch warm, so konnten wir gleich wieder richtig losheizen.

Zur Central Station. Kurzer Walkout dann noch schnell zum See bevor er austrocknet und ab zur Fähre, bevor die ohne uns losfährt

Dieser Auszug aus unserem Tagebuch soll kein Vorwurf gegen den Veranstalter und schon gar nicht gegen den Fahrer sein. Er hätte seinen Job, in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit, nicht besser machen können.

Diese Insel ist so schön, dass man sich einfach viel Zeit nehmen sollte. Wir dienen hier nur als abschreckendes Beispiel, wie so ein Tag mit einem Touribomber aussieht.

Jetzt aber noch ein paar Infos:

1993 wurde die 120 mal 15 km große Insel als Weltkulturerbe verzeichnet. Die größte Sandinsel der Welt – Einzigartig. Fahrzeuge ohne Allradantrieb sind hier nicht zugelassen. Selbst mit denen ist das Vorwärtskommen zum Teil recht abenteuerlich. Der 75 Mile Beach dient mehr oder weniger als Autobahn, da es keine präparierten Straßen auf der Insel gibt. Über die Jahre hat sich hier ein vollständiger Regenwald gebildet.

Neben der schönen Vegetation ist Fracer Island auch noch bekannt für seine Tierwelt. So hat der Dingo hier seinen Ursprung und man kann ihn in freier Wildbahn sehen, wie auch Wildpferde und viele einzigartige Vögel.

Das Schwimmen im pazifischen Ozean, von dem die Insel umgeben ist, ist wegen Strömungen und Haien absolut ungeeignet. Dafür erfreuen sich die etwa 80 Seen auf der Insel größter Beliebtheit.

Im Jahr 1935 wurde das japanische Passagierschiff Maheno während eines Unwetters an die Ostküste von Fracer Island gespült. Längst ist es als Schrotthaufen zu einem markanten Punkt der Insel geworden.

Surfers Paradies an der Goldküste

Auf unserer Fahrt nach Byron Bay kamen wir natürlich auch durch das an der Goldküste bekannte Städtchen Surfers Paradies. Bekannt für seine guten Einkaufsmöglichkeiten und das wilde Nachtleben. Es gilt als die absolute Partystadt. Wir fanden den Ort selbst nicht als besonders ansehnlich. Eine Kette von Wolkenkratzern, die sich direkt am Strand entlang aufbäumen. Nichts für uns.

Also ging’s weiter nach Byron Bay, zur Metropole alternativen Lebensstils. Wolkenkratzer findet man hier keine und der Stadtkern lädt zum Bummeln ein. Hier lohnt es sich, die zum Teil sehr kreativ gestalteten Läden anzusehen. Man trifft auf Lebenskünstler, Surfer Berufshippies und Urlauber – eben eine bunte Mischung der verschiedensten Lebenseinstellungen.

An einem klaren Tag hat man vom Byron Bay Leuchtturm aus – dem östlichsten Punkt des australischen Festlands – einen grandiosen Ausblick über die langgezogenen feinsandigen Traumstrände, die bei Surfern sehr beliebt sind. Grüne Zuckerrohrfelder und das dunkelblaue Meer, in dem sich Haie, Delphine und Riesenschildkröten tummeln. Zur richtigen Jahreszeit kann man auch die vorbeiziehenden Wale beobachten.

Der ganze Ort hat ein tolles Flair und zieht viele Urlauber an, was sich leider auf die Preise auswirkt. Uns war es im Stadtkern zu teuer. Hier ein kleines Beispiel: Am Straßenrand vor einem Motel ein Schild „special price“, wir schnell die Bremse rein – 163 Dollar pro Nacht, wenn wir mind. 2 Nächte buchen – …also suchten wir uns etwas außerhalb ein Motel.

War ein Volltreffer. Von hier konnten wir tagsüber an den nahegelegenen Strand zum Sonnenbaden und Relaxen, und abends dann Byron Bay einen Besuch abstatten. Das hat uns so gut gefallen, dass wir es die nächsten 3 Tage so machten.

Coffs Harbour, Port Macquarie

In Coffs Harbour hatten wir nur einen Tag Aufenthalt. Trauben essend verbrachten wir ihn am Strand und schauten den Surfern zu.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter bis Port Macqauarie. Auch hier verbrachten wir den ersten Tag am Strand. Wird wohl schon aufgefallen sein, dass wir das sehr gerne machen. Vor allem hier in Australien, denn wo hat man sonst die Möglichkeit einen Strand fast für sich alleine zu haben. Das mussten wir einfach ausnutzen.

Am 2. Tag waren wir dafür nur in der Stadt unterwegs, machten einen schönen, langen Einkaufsbummel und tauschten mal wieder in einem Internetcafe Emails mit den Daheimgebliebenen aus.

Port Stephens, Newcastle

Von Port Stephens hatten wir nur durch Zufall gehört – wir hatten zuvor in keinem Reiseführer etwas gefunden. Aber was wir jetzt an Informationen hatten, reichte für den Entschluss, hier über Weihnachten zu wollen. Doch leider war es so kurz vor Heiligabend entweder ausgebucht, oder extrem teuer. Also erst mal weiter. Kurz vor Newcastle entdecken wir ein schönes Motel und quartierten uns dort für die nächsten Tage ein. Ideal, das Zimmer war riesig, die Leute sehr nett und Port Stephens nur 50 km entfernt( ist ja keine Entfernung hier).

Newcastle lag viel näher, sozusagen vor der Haustür, aber mit seinen rauchenden Schloten für uns wenig einladend, sodass ein Besuch sich nicht unbedingt aufdrängte. Wir bevorzugten die Ruhe in unserem Motel. Hier wurden wir Zeugen einer bei ca. 40 Grad Hitze stattfindenden Familienweihnachtsfeier – (der Nikolaus hat vielleicht geschwitzt ;-). Und machten unsere Tagesausflüge nach Port Stephens.

Der Küstenort in der Nelson Bay hat neben schönen, weißen Sandstränden auch unglaubliche Sanddünen zu bieten. Mit etwas Glück kann man Delphine, Wale und Koalas in freier Wildbahn beobachten.

Beim entlang schlendern am Strand – natürlich weihnachtlich dekoriert – bekamen wir tatsächlich von einer Nikolausine ein paar Süßigkeiten geschenkt.

Am 2. Weihnachtsfeiertag (heute wollen wir noch nach Sydney aufbrechen), ließen wir uns mit einem kleinen Boot durch die Bucht fahren, in der ca. 150 Delphine leben. Und es dauerte auch gar nicht lange, bis die ersten sich zeigten. Es ist einfach faszinierend, wie diese Tiere durchs Wasser gleiten. Natürlich versuchten wir viele Bilder zu machen, was sich aber leider als ziemlich schwierig erwies. Bis der Finger endlich den Auslöser durchdrückte, war der Delphin längst wieder in den Wellen entschwunden.

Sydney

Für Sydney hatten wir ab dem 28. Dezember ein Hotel gebucht. Da wir uns aber dazu entschlossen hatten, den Aufenthalt dort zu verlängern, waren wir schon am 26. Dezember dort und mussten uns eine Unterkunft suchen. Aus dem Reiseführer war auch ziemlich schnell eins rausgesucht, aber in einer so riesigen Stadt dieses Motel auch zu finden, erwies sich als ziemlich schwierig. Unsere Stadtkarte zeigte nur die Innenstadt, das Motel lag aber in einem Stadtteil außerhalb. Um herauszufinden, wo wir überhaupt waren, fuhren wir zuerst ins Zentrum und irgendwann hatten wir endlich die richtige Spur und kamen glücklich dort an.

Schnell das Auto ausladen, umziehen und ab in die City. Da es schon dämmerte, haben wir uns einfach an der Oper hingesetzt um die Atmosphäre und die Skyline auf uns wirken lassen. Einfach Traumhaft.

Am nächsten Tag besorgten wir uns einen Sydney Pass, mit dem wir 5 Tage uneingeschränkt sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel benutzen konnten. Diesen Pass gibt es beim Tourist Information Center, mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer.

Damit gleich ab in den City-Explorer, mit dem man an vielen Attraktionen Sydneys vorbeikommt, jederzeit ein- bzw. aussteigen kann. Außerdem gibt es den Bondi-Explorer, der unter anderem den gleichnamigen bekannten Beach anfährt. Natürlich kann man mit dem Pass auch sämtliche Fähren benutzen und Hafenrundfahrten mitmachen. Unbedingt zu empfehlen.

Dann kam Silvester. Einfach unvorstellbar, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Wir hatten das Glück einen gigantisch guten Platz zu haben und konnten so das wahnsinnige Feuerwerk in vollen Zügen genießen. Um 21 Uhr gibt es ein kleineres Feuerwerk extra für Familien mit Kindern. Als wir dies sahen, fragten wir uns, wie das noch getoppt werden kann.

Dann 24 Uhr, die Glocken schlagen und mit ca. 10 Sekunden Verzögerung – damit man sich ohne etwas zu verpassen ein gutes Neues Jahr wünschen kann – geht das Spektakel los.

Wir sind uns sicher, jeder der schon einmal hier war, wird uns ohne zu Zögern zustimmen, dass diese Stadt von ihrer Ausstrahlung und ihrem Flair nicht zu überbieten ist.

Von den Einkaufs- und Fressmeilen ganz zu schweigen. Man könnte Monate darin verbringen. Am 01. Januar erlebten wir dann Sydneys, bis dahin, heißesten Tag. Ca. 46 Grad, was gab es da anderes, als an einen schönen Strand, der sich Manly Beach nennt, in den Schatten zu liegen und das Neue Jahr gemütlich zu beginnen. Dann am Abend gebührend Abschied zu feiern.

 

Flinders Station in Melbourne

Mit ungewissem Ziel verließen wir Sydney in Richtung Melbourne. Der Abschied fiel uns sehr schwer.

Das Wetter hatte sich extrem verschlechtert, gestern noch der heißeste Tag und jetzt Regen, Regen, Regen. Das war wahrscheinlich auch der Grund, dass wir nur mit kleinen Pausen den ganzen Tag weiterfuhren. Spät am Abend hielten wir in einem kleinen uraustralischen Ort namens Cobargo. Das Motel war gut und die dazugehörige Bar hätte australischer nicht sein können.

Am nächsten Tag war zwar kein Regen mehr, aber bewölkt und ziemlich kühl. Deshalb haben wir uns vorgenommen, heute bis Melbourne durchzufahren.

Das für uns faszinierende hier in ganz Australien waren die Rastplätze.

Dort fand man fast immer wirklich gepflegte, funktionstüchtige Grills, tolle Plätze zum Ausruhen und meist auch einen schönen Kinderspielplatz.

Bei unserer Ankunft in Melbourne war es schon ziemlich spät. Die Rezeption des Motels war nicht mehr besetzt. Zum Glück konnte man an einem Automaten einchecken. Das hat sogar problemlos funktioniert 😉 Nachdem er mit uns gesprochen hatte und wir ihm Geld gaben, spuckte er einen Schlüssel aus. Nach dem Auspacken erkundeten wir die Umgebung und machten den Bahnhof ausfindig, von dem aus wir morgen mit dem Zug ins Zentrum fahren wollen.

Von der Flinders Station aus machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden, oder besser gesagt die Fußgängerzonen. Die sind hier so groß und weitläufig, dass man wohl viele Monate, wenn nicht gar Jahre braucht, um wirklich überall gewesen zu sein. Genial für Shopping Freaks 🙂 Das Australienbild oben zeigt die Flinders Station.

Eine besondere Attraktion ist die alte Tram, die kostenlos um den ganzen Stadtkern fährt.

Als das Wetter am nächsten Tag endlich wieder besser war, nutzten wir die Möglichkeit und machten einen ausgiebigen Spaziergang am Ufer des Yarra Rivers, der sich dafür besonders anbietet.

Unser Weg führte uns zum Royal Botanic Garden, der mit seinen 12 000 Pflanzenarten zu den schönsten weltweit zählt. Dort machten wir ein kleines Picknick und genossen die Sonne, auf die wir schon ein paar Tage verzichten mussten.

Als wir abends in einem großen Supermarkt einkaufen waren, zahlten wir zum erstem Mal, nicht wie gewohnt, bei einer Kassiererin. Wir scannten unsere Artikel selbst und zahlten dann den Automaten. War schon außergewöhnlich.

Melbourne war die Zeit der Kommunikation mit Automaten 🙂

State Road 100 bekannt als Great Ocean Road

Von Melbourne ging’s weiter nach Torquay, das Tor zur State Road 100, oder besser bekannt als „Great Ocean Road. Ca. 320km lang folgt sie den Steilklippen an der Südküste Australiens im Bundesstaat Victoria.

Torquay gilt als die Surf-Hauptstadt von Australien. Jährlich findet hier am Bells Beach der “Rip Curl Pro” statt, an dem Surfer aus der ganzen Welt teilnehmen. Die führenden Hersteller für Surf Equipment sind hier mit Läden vertreten und lassen die Herzen der Surffreaks – sowie natürlich unsere – höher schlagen.

Es war Wochenende und es schien alles ausgebucht zu sein. So erwies es sich tatsächlich – das 1. Mal – als schwierig, eine Unterkunft zu finden. Uns blieb also nichts anderes übrig, als die kurvenreiche Fahrt weiter an der Küste entlang, später durch die kühl gemäßigten Regenwälder des Otway National Park, zu fahren. Nach einigen Stunden fanden wir tatsächlich im hügeligen Hinterland das wahrscheinlich letzte Zimmer.

Das Motel an sich lohnt wirklich nicht näher erwähnt zu werden. Es war sehr teuer, schmutzig und unfreundlich noch dazu (es waren keine Aussie-Besitzer!)
Erheiternd waren die Lamas, die all abend- und morgendlich an unserem Fenster vorbeischlenderten 🙂

In den Nächten war es bitter kalt hier oben!!!

Am nächsten Tag starteten wir dann einen ausgedehnten Ausflug an die Küste und steuerten verschiede Aussichtspunkte an.

Hier in der Region, trafen wir zum ersten Mal auf einen wirklich unangenehmen australischen Einwohner. Die FLIEGE!! Aber nicht nur eine, neeeee, Milliarden. Es entbehrt jeder Vorstellung, wenn man dies noch nicht selbst erlebt hat. Wirklich lästige Viecher. Jedes mal, wenn wir angehalten hatten, dauerte es nur wenige Sekunden und das Auto war bedeckt mit diesen Insekten. Von da an waren wir dann nur am Wedeln um sie aus unserem Gesicht fernzuhalten.

Nie war Fotografieren so schwierig wie hier, Fliegen im Ohr, auf der Nase, den Augen, wir konnten die Kamera kaum stillhalten.

Die beeindruckende Küstenlandschaft tröstete uns über die Plage hinweg. Bei den, von der rauen See grandios geformten Felsen kommt jeder ins Staunen.

Die Twelve Apostles sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen. Sie sollen, nach dem Ayers Rock, die meistfotografierte Touristenattraktion Australiens sein. Bei Sonnenauf- und -untergang leuchten die Felsen in der Brandung. Sie bilden einen der Höhepunkte an der Great Ocean Road.

Trotz ihres Namens bestand die Formation schon immer nur aus neun Felsen! Und, nachdem 2005 einer von ihnen (er war ca. 50 m hoch) – aufgrund des natürlichen Erosionsprozesses – in sich zusammenstürzte, sind es nur noch acht Säulen.

 

Warrnambool an der Great Ocean Road

Die erste größere Ortschaft am westlichen Ende der Great Ocean Road, war Warrnambool. Schon beim passieren des Ortsschildes spürten wir “ der Ort hat was”. Unser Gefühl sagte, hier müsst ihr bleiben. Klingt merkwürdig, wir hatten von dem Ort noch überhaupt nichts gesehen und fühlten uns schon wohl.

Grund genug uns gleich mal für 3 Nächte in einem Motel einzuquartieren. Anschließend ging’s gleich los, die Stadt zu Fuß zu erkunden.

In einem Park gegenüber vom Strand fand gerade ein Oldtimertreffen statt. Bei der Besichtigung stand uns die Freude und Bewunderung mit Sicherheit ins Gesicht geschrieben.

Es gibt kleine Seen, auf denen man mit Booten fahren oder sich auf einer Liegewiese entspannen kann. Die Spielplätze sind traumhaft. Freizeit auf eine sehr angenehme Art zu genießen wird in Australien wirklich groß geschrieben!

Um an den Strand zu liegen oder gar schwimmen zu gehen war es uns zu windig und zu kalt, dafür konnten wir Windsurfern zuschauen, die unermüdlich ihre Bahnen zogen.

Am Tag darauf war das Wetter leider immer noch nicht strandtauglich, sodass wir uns fürs Shoppen entschieden. Mit leeren Rucksäcken ins Zentrum und mit vollen wieder zurück. So langsam machten wir uns ein wenig Sorgen, wie wir das alles bei der Heimreise verstauen können.

Das mit dem schlechten Wetter ging uns langsam auf die Nerven, denn auch der nächste Tag sah nicht vielversprechend aus. Anstatt an den Strand zu gehen, kauften wir uns Fleisch und grillten an einem der zahlreichen öffentlichen Grills im Park.

Der Aufenthalt hier hat großen Spaß gemacht, trotzdem wurde es für uns dringend Zeit, irgendwo die Sonne wieder zu finden. Nicht, dass es regnete – aber es war ständig bewölkt und der Wind eisig kalt. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage versprach keine Besserung, also machten wir uns wieder auf den Highway.

Nach einigen Kilometern (was bekanntlich in Australien durchaus hunderte sein können) kamen wir durch Mount Gambier mit dem gleichnamigen Vulkan. Hauptattraktion hier ist der Kratersee „Blue Lake“.

Er ist ca. 200 m tief und kein Mensch kann eine Erklärung des Naturereignisses (oder Naturgeheimnisses) anbieten. Ab November strahlt der See für ca. ein halbes Jahr in einem wunderschönen, tief leuchtenden Blau, während er in den Wintermonaten nur langweilig grau-blau erscheint.

Der Ort selbst lud uns nicht zum Bleiben ein und so ging’s weiter Richtung Sonne.

Wir kamen nach Beachport.

Ein idyllischer Ort mit einem kleinen Fischereihafen. Die langgezogenen Sandlagunen und zerklüfteten Felsklippen sind wirklich imposant. Sonne war auch da, so blieben wir hier für zwei Nächte. Falls man gerne Hummer isst, ist man hier genau richtig.

Dann wurde es Zeit, weiter zu ziehen. Die Wolken kamen und wir gingen. Mit einer Fähre setzten wir über und kamen nach Viktor Harbor.

Ein nettes Städtchen mit schönen alten Gebäuden. Wir fanden ein Motel mit Meerblick und checkten sofort ein. Die Sonne lachte wieder und uns ging’s so richtig gut.

Über eine lange Brücke, zu Fuß oder per Pferdekutschen – Straßenbahn, gelangt man auf die vorgezogene Granit Island, eine unbewohnte Insel, auf der all abendlich eine Pinguinkolonie zu beobachten ist, die hier zu Hause ist.

Da uns am nächsten Tag die Wolken schon wieder eingeholt hatten, entschlossen wir uns in den nahe gelegenen Wildlife Park Urimbirra zu gehen. Wir merkten schnell, dass dies genau die richtige Entscheidung war!

Natur pur – gefüllt mit australischen Tier Einwohnern. Das machte wieder mal richtigen Spaß!!!

Badeort Glenelg in Adelaide

Nach weiteren ca. 80 km kamen wir nach Adelaide und in die Sonne 🙂 Wir steuerten gezielt den bekannten Stadtteil Glenelg an um uns hier für die nächsten 5 Nächte ein Motel (Norfolk Motor Inn) zu suchen.

Glenelg liegt direkt am Meer und zeichnet sich durch sein besonderes Flair aus. Durch seine kilometerlangen Strände ist es ein sehr beliebter Badeort. Auch sonst ein süßes Örtchen, in dem man es sich gut gehen lassen kann.

Mit der historischen Tram (seit 1929) gelangt man gemütlich ins Zentrum von Adelaide. Sie verkehrt regelmäßig zwischen der Victoria Station und Glenelg. Im Motel konnten wir uns ein Tagesticket für die Tram kaufen und machten uns gleich auf den Weg.
Der Stadtkern von Adelaide ist nicht sehr groß und sehr gut zu Fuß zu erkunden. Zum Shoppen eignet sich am besten die Randle Mall.

Vielleicht noch eine kleine Warnung:

Sollte man hier einem kleinen süßen Vogel begegnen, der vor einem auf dem Boden sitzt, dann ist es besser, man macht einen großen Bogen um ihn. Als wir uns solch einem Tier näherten, sprang er auf uns zu und fauchte wie eine Katze. Später entdeckten wir mehrere Warnschilder, auf denen stand, dass er gerne Angriffe auf Passanten macht. Sowohl am Boden als auch aus der Luft!

Endlich war das Wetter wieder traumhaft und so konnten wir mal wieder die Sonne, den Strand und das Meer genießen, was wir natürlich auch ausgiebig taten. Die Sonnenuntergänge hier waren ein Traum und wir verpassten keinen.

Zum 2. Mal während unserer gesamten Reise, waren wir an einen festen Termin gebunden. Für den 20. Januar 06 war unser Flug gebucht von Adelaide nach Alice Springs. So hieß es PACKEN…War der Rucksack geschrumpft??? Allen Anstrengungen zum Trotz blieb immer etwas übrig. Die vielen Shoppingtouren wurden sichtbar und wären nicht mehr zu verheimlichen gewesen. Also blieb nur noch die Entscheidung, von was trennen wir uns?

Irgendwann war auch dies geschafft und wir verabschiedeten uns von unserem treuen – immer noch leicht nach einer geplatzten Flasche Milchkaffee riechenden – Auto und fuhren mit dem Taxi direkt zum Flughafen.

Bei der Kontrolle des Handgepäcks wurden wir dann plötzlich auf die Seite gezogen und die Dame faselte immer etwas von einer Schere??? Klar, hatten wir doch – gleich beide! – unsere Kulturbeutel im Handgepäck. So kam es, dass wir auch dieses Utensil “ aufgeben mussten.

Weiter nach Alice Springs

Nach einer Flugstrecke vergleichbar mit Deutschland – Ibiza ( ca. 2 Stunden) kamen wir in Alice Springs an. Das Hotel und die 3 Tages Tour ins Outback hatten wir schon in Deutschland gebucht. Mit dem Hotel Shuttle wurden wir vom Flughafen abgeholt und checkten dort ein. Eine anschließende Erkundungstour war natürlich Pflicht.

Und es war kaum zu glauben, welche Entdeckung wir machten. Schon bei unserer Ankunft vor ca. 8 Wochen in Cairns wurde uns aller Mut genommen, irgendwo in Australien auf Haribo Gummibärchen zu stoßen. Traurig nahmen wir dies damals zur Kenntnis ( die gehören fast zu unserem Hauptnahrungsmittel zu Hause :)) Und in der Tat, es war nichts aufzutreiben. Aber hier in der Einöde, da hing SIE…eine Tüte Haribo. Unbeschreiblich, wie unser Gaumen jubelte.

Ursprünglich als Telegraphen Station entstanden, hat es sich zwar zu einer Stadt entwickelt, aber irgendwie hatten wir den Eindruck, dass die Abgelegenheit dieses Ortes spürbar ist. Er wirkte langweilig auf uns und so manch anderen Touristen – aber nichts desto trotz ist es fast der Mittelpunkt Australiens und der beste Ausgangspunkt für interessante Touren ins Outback.
Am nächsten Tag, früh um 6 Uhr, ging’s los. Insgesamt 1500 km werden wir in den nächsten 3 Tagen zurücklegen. Mit einer angenehm kleinen Gruppe verschiedener Nationalitäten, steuerte unser Guide Leigh (gesprochen: Li) den Geländebus aus der Stadt.

Bei einer Kamel Farm machten wir unseren ersten Stop. Wer wollte konnte auf einem Kamel reiten. Wir wollten nicht. 🙂

Fahrt zum Ayers Rock oder Uluru

Nach ein paar Stunden erreichten wir unser erstes Camp, kurz gestärkt ging es weiter zu den Olgas, auch Kata Tjuta genannt. Das bedeutet in der Anangu Sprache “ viele Köpfe” und wird für Rituale der Männer benutzt. Daher ist der Zugang für die Öffentlichkeit sehr eingeschränkt und nur auf einem Wanderweg im „Valley of the Winds“ zugänglich.

Zur Abenddämmerung erreichten wir dann den Uluru (oder Ayers Rock) und hatten das sagenhafte Glück ihn beim Sonnenuntergang mit einem Regenbogen erleben zu können. Die extremen Farbveränderungen je nach Sonnenstand sind beeindruckend. Die Fotoapparate liefen auf Hochtouren. Der erste Tour Tag ging im Camp mit einem üppigen BBQ zu Ende.

Morgens um halb 4 wurden wir geweckt, um auch einen Sonnenaufgang zu beobachten. Und es war kaum zu glauben, auch jetzt präsentierte er sich mit einem leuchtenden Regenbogen. Besser hätte unser Besuch hier nicht ablaufen können. Auf der anschließenden Wanderung rund um den Felsen, konnten wir die zahlreichen Malereien der Ureinwohner bestaunen.

Es ist zwar nicht verboten, den Felsen zu besteigen, die Aborigines bitten aber darum, es nicht zu tun, da er für sie heilig ist. Wir sind der Meinung, dass man dies respektieren sollte.

Die nächsten paar Stunden verbrachten wir mit der Fahrt in Richtung Kings Canyon, oder genauer gesagt, zum Camp. Unterwegs kreuzte eine Herde Wildpferde und Kamele unseren Weg, eine Überflutung der Straße mussten wir auch noch hinter uns bringen.

Endlich angekommen, kochten und backten wir am offenen Lagerfeuer typisches Outback Essen.

Kings Canyon im Watarrka Nationalpark

Die Besteigung des Canyons war erst für den nächsten Tag geplant. Da ging’s dann auch wieder sehr früh los, um der Hitze beim anstrengenden Aufstieg aus dem Weg zu gehen.

Die Mühe lohnt sich aber, tolle Felsformationen, tiefe Schluchten und atemberaubende Aussichten machten diesen Tag zu einem extrem tollen Erlebnis in Australien. Die Schlucht ist knapp 100 Meter Tief und die Luftfeuchtigkeit war extrem hoch. Wie ihr auf dem Australien Foto vom Kings Canyon seht waren wir leider nicht alleine.

Dann machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Alice Springs, wo wir uns alle nach ausgiebigem Duschen zu einer tollen Abschiedsparty trafen.

Die letzte Woche unserer Australien Reise beginnt und endet in Perth

Die neunte und letzte Woche unserer Reise beginnt.

Perth die westlichste Stadt Australiens und die abgeschiedenste Großstadt der Erde. Die nächste größere Stadt liegt 2.845 km entfernt.
Für unseren Ankunftstag hatten wir ein Zimmer im Goodearth Hotel gebucht. Der Fahrer des Flughafenshuttles hatte leichte Probleme mit seinem Anhänger fertig zu werden und rangierte den Bus beim Wenden so gekonnt, dass es weder vorwärts noch rückwärts weiterging. Nur mit vereinten Kräften der Passagiere war es möglich, den Bus aus dieser Misere zu befreien. In Deutschland hätten sich wahrscheinlich die meisten aufgeregt, hier hatten alle Spaß dran.

Den restlichen Tag verbrachten wir in der Innenstadt, das tat gut nach 4 Tagen Outback.

Ab dem nächsten Tag hatten wir dann wieder ein Auto und fuhren nach Bunbury, die zweitgrößte Stadt West Australiens. Das war aber nicht der Grund warum wir dort hin wollten, sondern uns interessierten die Delfine, die dort täglich bis an den Strand kommen. Als wir in Bunbury ankamen liefen noch die Vorbereitungen für den morgigen Tag, den 26. Januar, Australian Day, der größte und wichtigste Feiertag in Australien.

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns dann, am nächsten Tag, zu Fuß auf den Weg zu den Delfinen und hatten Glück, sie waren schon da, als wir den Strand erreichten.

Die Vereinigung zum Schutz der Delfine, war mit ihren freiwilligen Helfern dabei, den Besuchern Anweisungen zu geben damit sie sich richtig verhalten, um die Tiere nicht zu verängstigen. Man darf etwa Knietief ins Wasser stehen, aber auf keinen Fall die Tiere berühren, dann schwimmen sie direkt vor einem vorbei. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis.
Am nächsten Tag fuhren wir wieder nach Perth. Langsam wurde uns immer bewusster, dass das Ende unserer traumhaften Reise bevorstand. Nur noch 2 Tage, dann ist es soweit, Abschied nehmen von einem Land, das uns nie wieder loslassen wird.

Von diesen Gedanken wollten wir uns ablenken und besuchten den Kings Park um dort unter der australischen Sonne ein letztes Mal zu relaxen, bevor es dann wieder in den kalten Winter nach Deutschland geht.

Nach 9 Wochen, mehreren tausend Kilometern, traumhaften Landschaften und abenteuerlichen Erlebnissen, steht für uns eines fest:

Australien, wir werden wieder kommen!!!